Startseite / Technik & Training

Technik & Training · 4 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 1. November 2026

Bowling-Anlauf mit 4 Schritten: die Technik Schritt für Schritt

Hinaus, hinunter, zurück, vor: Beim Vier-Schritt-Anlauf gehört zu jedem Schritt eine Ballbewegung. So finden Sie Startpunkt, Timing und sauberen Abwurf.

Bowling-Anlauf mit 4 Schritten: die Technik Schritt für Schritt
4,5 SchritteAbstand von der Foullinie
2. PfeilZielpunkt für den Einstieg
Schritt 3Ball am höchsten Punkt

Beim Vier-Schritt-Anlauf gehört zu jedem Schritt genau eine Bewegung des Balls: hinaus, hinunter, zurück, nach vorn. Rechtshänder starten mit dem rechten Fuß und schieben den Ball im selben Moment vom Körper weg; mit dem vierten Schritt gleiten sie aus und lassen den Ball los, wenn er am Knöchel des Gleitfußes vorbeischwingt. So beschreibt es der US-Bowlingverband USBC in seiner Anleitung zum Anlauf.

Die Startposition finden

Bevor Sie an Technik feilen, brauchen Sie einen festen Ausgangspunkt. Die USBC empfiehlt eine einfache Methode, die auf jeder Bahn funktioniert und sich später fein justieren lässt.

Startposition in 4 Handgriffen

  • Mit dem Rücken zu den Pins an die Foullinie stellen
  • Ferse etwa 5 cm vor den mittleren Punkt setzen
  • 4,5 Schritte zurückgehen, umdrehen
  • Fußspitze der Gegenseite auf den großen Punkt (Brett 20)
  • Den zweiten Pfeil anvisieren

Halten Sie den Ball dabei in Brusthöhe, die Wurfhand unter dem Ball, die andere Hand stützend. Schultern und Fußspitzen zeigen zum Ziel, die Knie sind leicht gebeugt, so die Einsteigertipps von Bowl Canada.

Die vier Schritte im Detail

Die folgende Abfolge gilt für Rechtshänder. Linkshänder machen alles spiegelbildlich und beginnen mit dem linken Fuß.

Der Vier-Schritt-Anlauf (Rechtshänder)

  1. Schritt 1: hinausRechter Fuß und Pushaway starten gleichzeitig; der Ball geht nach vorn.
  2. Schritt 2: hinunterBall schwingt nach unten neben das Bein; freier Arm geht zur Seite.
  3. Schritt 3: zurückBall erreicht am Schrittende den höchsten Punkt des Rückschwungs.
  4. Schritt 4: vorLinker Fuß gleitet aus; Abwurf, wenn der Ball den Knöchel passiert.
  5. Follow-throughArm Richtung Ziel strecken, Ellbogen endet über der Schulter.

Schritt 1: Pushaway und Timing

Der erste Schritt entscheidet über das Timing des ganzen Anlaufs. Die National Bowling Academy betont: Wer vier Schritte geht, schiebt den Ball gleichzeitig mit dem ersten Schritt nach vorn, wer fünf Schritte geht, erst mit dem zweiten. Beginnt der Pushaway zu spät, hetzen Sie dem Ball auf den letzten Metern hinterher.

Ein Coaching-Beitrag von Bowling This Month rät zu einem kurzen ersten Schritt, der zum Pushaway passt. Er gilt dort als Schlüssel für einen ruhigen, rhythmischen Anlauf und einen freien Armschwung.

Schritt 2 und 3: Pendel statt Kraft

Nach dem Pushaway ist der Wurfarm gestreckt, dann fällt der Ball in einem natürlichen Bogen nach unten und hinten, wie ein Pendel. Das Gewicht der Kugel bestimmt die Höhe des Rückschwungs, nicht Ihre Muskeln. Die USBC formuliert es knapp: Lassen Sie den Arm frei schwingen und helfen Sie nicht nach.

Der freie Arm geht im zweiten Schritt zur Seite und hält Sie im Gleichgewicht. Am Ende des dritten Schritts steht der Ball am höchsten Punkt hinter Ihnen.

Schritt 4: Gleiten und Loslassen

Im letzten Schritt gleitet der Fuß der Gegenseite aus, während das Bein auf der Wurfseite nach hinten geht. Der Ball verlässt die Hand, wenn er am Knöchel des Gleitfußes vorbeikommt. Danach folgt der Arm Richtung Ziel, bis der Ellbogen über der Schulter endet.

Typische Fehler beim Einstieg

  • Zu langer Pushaway: Schiebt man den Ball zu weit vor den Körper, wandert der Ellbogen vor das Knie, und der Oberkörper richtet sich an der Foullinie auf (National Bowling Academy).
  • Zu kurzer Pushaway: Dann bleibt der Ellbogen hinter dem Knie – auch das stört den Ablauf, so dieselbe Quelle.
  • Erzwungener Rückschwung: Der Rückschwung soll natürlich bleiben und nicht erzwungen werden, raten Bowl Canada und die USBC.

Welche Kugel zu Ihrer Hand passt und warum sich Bowling- und Kegelkugeln grundlegend unterscheiden, lesen Sie in unserem Vergleich Kegeln oder Bowling: die Unterschiede. Wenn Sie den Anlauf regelmäßig trainieren möchten, lohnt sich ein Verein – wie der Weg dorthin aussieht, erklärt Einstieg in Bowlingverein und Liga.

Üben ohne Druck

Gehen Sie den Anlauf zunächst ohne Ball und zählen Sie laut mit: hinaus, hinunter, zurück, vor. Erst wenn Füße und Arm im Takt sind, kommt die Kugel dazu. Für Trainingsabende lohnt ein Blick auf günstige Tageszeiten, denn viele Bahnen sind nachmittags billiger als abends – Beispiele finden Sie in Was kostet Bowling in Deutschland?

Häufige Fragen zum Anlauf

Mit welchem Fuß beginne ich beim Vier-Schritt-Anlauf?

Rechtshänder beginnen mit dem rechten Fuß, Linkshänder mit dem linken. Der erste Schritt und der Pushaway starten laut USBC gleichzeitig.

Was ist der Unterschied zum Fünf-Schritt-Anlauf?

Beim Fünf-Schritt-Anlauf kommt ein Schritt ohne Ballbewegung davor. Der Pushaway startet dann mit dem zweiten Schritt, so die National Bowling Academy.

Wann lasse ich den Ball los?

Wenn er beim Gleiten am Knöchel des Gleitfußes vorbeischwingt. Danach folgt der Arm dem Ball Richtung Ziel.

Wohin soll ich zielen?

Für den Einstieg empfiehlt die USBC den zweiten Pfeil auf der Bahn. Trifft der Ball den Kopfpin nicht, verschieben Sie Ihren Startpunkt seitlich.

Merke

Ein guter Anlauf beginnt mit einem festen Startpunkt und einem Pushaway, der genau mit dem ersten Schritt startet. Danach schwingt der Ball wie ein Pendel – Kraft brauchen Sie dafür kaum.

Quellen

Weiterlesen